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Gleitschirmfliegen in Annecy im September 2002


Unfallbericht (Nr.96)  auf  www.flugunfall.info

"13.9.2002 - Der Pilot versuchte rechts (wenn man vom See auf den Berg schaut) hinter dem Startplatz am Col de la Forclaz Höhe zu gewinnen im recht starken Aufwind (teilweise bis zu 4m/s) als die rechte Hälfte des Schirm vollständig einklappte, ca. 100m ü. den Baumwipfeln. Der Pilot stabilisierte die linke Schirmhälfte und Pilot im Baum versuchte mit kurzem pumpen auf der rechten Seite, das die rechte Hälfte sich wieder aufbaut. Kurz nachdem die rechte Hälfte wieder offen war, klappte die linke Hälfte ein.

Der Pilot musste während dessen die Richtung korrigieren, da er sonst in den Grat hinter dem Startplatz geflogen wär. Vermutlich tat er dies zu heftig, so das er das einklappen der linken Hälfte "unterstützte". Da die rechte Seite scheinbar noch nicht vollständig geöffnet oder instabil war, ging der Schirm in eine Spirale, die der Pilot nicht mehr korrigieren konnte, da er sich schon zu knapp über den Baumwipfeln befand. Pilot im Baum Er verfing sich mit einem Ende des Schirmes in einem Baum und wickelte sich dann um einen zweiten Baum. Durch die Äste der Nadelbäume gebremste landete er relativ sanft, die Beine voran und das Gesicht geschützt, am Stamm des zweiten Baumes in ca. 10-15m Höhe. Der Pilot wartete bis zum eintreffen der Rettung im Gurtzeug und wurde im Gurtzeug abgeseilt. Er trug keinerlei Verletzungen davon, der Schirm war leicht beschädigt (Leine gerissen, kleineres Loch im Schirm).

Bevor es zu diesem Unfall kam, hatten wir eine recht angenehme Woche gehabt, wenn man mal vom Camping und dem Wetter absieht :) Wir waren mit einem Mercedes Vito "Marco Polo" unterwegs, für zwei Mann zum schlafen okay, aber ne Woche drin wohnen ist dann doch eher Quälerei gewesen für mich. Brauch abends den Luxus eines Bettes. Und wenn ich aus der Dusche komme, will ich mir nicht sofort den Arsch abfrieren, sondern ins kuschlige Bett hüpfen und nicht in einen kalten Hubschrauber am Col de la Forclaz Schlafsack kriechen müssen. Man wird halt älter :-) Aber ansonsten ein praktisches Fahrzeug, für einen Wochenend Trip ideal.

Am Montag geht die Reise los. Wir treffen uns in der Nähe von Augsburg und fahren am frühen morgen gegen 7 Uhr los. Wir hätten uns besser in Annecy treffen sollen, denn wir stellten schnell fest, das es vor Ort mit nur einem Auto bissl Transportprobleme gibt. Einer muss ja das Auto wieder vom Berg holen und da blieb uns nur das trampen übrig. Das dauerte mitunter etwas, da nicht mehr sehr viel los war. Es waren zwar zwei Flugschulen vor Ort, doch deren Autos waren meist voll. Allerdings lernten wir beim trampen zwei nette Mädels aus Moskau kennen.

Wir fahren erstmal nach Tannheim, um morgens noch ein Flüglein Blick Richtung Col de la Forclaz zu machen am Neunerköpfle, aber der Wind steht auf Süd. Also gehts weiter über Bregenz südlich um den Bodensee herum, quer durch die Schweiz nach Frankreich. Bis Genf fährt man von Bregenz aus immer die A1 (E25). Bei einem Stop an einer Marche Raststätte kommen wir uns leicht ausgeraubt vor: zwei Kaffee und 4 Stück Kuchen für knapp 20 Euro.

Die Vignette für die Schweiz kostet 25 Euro und zwei Mautstellen in Frankreich, die wir mangels vernünftiger Ausschilderung nehmen mussten, kamen auch nochmal so 10 Euro zusammen. Hinter Genf muss man dann erstmal ein kleines Stück Richtung Lyon fahren, bevor es dann Richtung Annecy geht, sonst fährt man einen Umweg von ca. 20km. Also vernünftiges Kartenmaterial mitnehmen. Die Ausschilderung ist manchmal echt nervig in Frankreich. Und in der Schweiz sind die Autobahnschilder grün und die für Bundestrassen blau. In Frankreich ist wieder wie in Dt. mit blau für Autobahn.

Je dichter wir nach Frankreich kommen, desto mehr zieht der Himmel zu. War ja schon auf den Satellitenbildern zu sehen, das eine Front von Westen durchziehen wird, daher wollten wir auch nach Frankreich, da es dort am ehesten wieder trocken werden sollte. Endlich in Annecy angekommen, fahren wir Abfahrt Süd raus. Da wir aber auf die östliche Seeseite wollen, wäre Nord die bessere Abfahrt gewesen. Allerdings fährt man da recht lange durch Annecy. Wir fahren also im Westen um den See herum und parken dann schliesslich das Auto auf einem kleinen Campingplatz kurz vor Taloires. Der Boden ist ziemlich matschig und abschüssig zum See hinunter.

Blick auf den Lac in Richtung Annecy Neben uns lärmen ein paar Belgier bis morgens um halb zwei. Mir platz irgend wann der Kragen und ich fordere lautstark Ruhe. Ich kann trotz allem die Nacht schlecht schlafen, erst gegen morgen kann ich dann etwas schlafen, bis mein menschlicher "Wecker" mich rauswirft. Wetter ist eher bescheiden, viele Wolken, niedrige Basis. Wir fahren trotz allem los um uns die Start- und Landeplätze anzusehen. Eine paar Flugschüler fliegen schon. Wir starten vom Col de Forclaz gegen Mittag. Man kann sich ein wenig halten. Am Himmel sind dann aber bald schon dicke dunkle Wolken zu sehen, die einem das landen nahe legen.

Fast ne halbe Stunde geflogen, naja, nicht schlecht für den ersten Tag. Der Landeplatz liegt am südöstlichen Ende des Sees, östlich der Strasse. Westlich der Strasse, also zum See hin, dürfen nur noch Drachen- und Flügschüler der einheimischen Flugschule landen, wenn ich die Tafel richtig gelesen habe. Auf der Landewiese, die leicht abschüssig gen See ist, treffen wir ein paar Flugschüler aus Andelsbuch, die Sicherheitstraining machen. Da unser Campingplatz nicht besonderst ist, die Wege schlammig und abschüßig sind, beschliessen wir, umzuziehen. Wir fahren nach Doussard zum La Nubliere. Dort gibts auch Strom für den Camper und die Duschen sind halbwegs vernünftig eingerichtet. Wäre lieber in ein Haus gegangen, aber allein wäre das zu teuer. Am Abend setzen wir uns zu den Andelsbuchern und es wird recht spät, bis wir uns in die kalten Betten verkriechen.

Seeenge in der Mitte des Lac de Annecy Am Mittwoch dann fast blauer Himmel. Franz schmeisst mich zeitig (für mich zumindest) aus dem Bett. Tagdienstler können nicht ausschlafen :) Die anderen sind schon auf dem Berg und machen die ersten Kunststücke über dem See. Die Flugbetreuer stehen am Strand und filmen das ganze. Wir wollen erst hochfahren, aber lassen es dann, als wir hören, das die Flugschule nach Chamoux-sur-Gelon fährt. Inzwischen sind auch wieder Wolken über den See gezogen. Es geht nach Süden, Richtung Albertville, dann auf die Autobahn Richtung Chambery und danach auf die D90 auf der nördlichen Flussseite. Dort gehts durch eine wunderschöne Allee und irgendwann über die Isere in Richtung Chamousset. Dort weiter auf die D204 und am Kreisverkehr links erst nach Bourgneuf und später nach Chamoux-sur-Gelon. Schon vor dem Ortseingang ist auf der linken Seite der Landeplatz zu sehen, welcher recht grosszügig ist. Zu beachten sind die Hochspannungsleitungen in Richtung der Isere.

Zum Berg gehts durch Chamoux, am Kreisel rechts und dann der Beschilderung nach Montendry den Berg hinauf folgen. Es geht irgendwann nach einer endlosen Kurvenfahrerei ein Weg zu einem Fort-irgendwas ab. Diesen Weg nehmen und die Strasse bis zum Ende fahren. Oben bitte nicht an dem Durchfahrt verboten Schild weiterfahren, da es schon Ärger mit dem Bürgermeister wegen des Geländes gab. Ein startender Gleitschirmflieger ist in ein Auto geflogen, das am Verbotsschild weitergefahren ist. Immer dran denken: Start und Landeplatz ist kostenlos zu benutzen, also sollte man auch die Verbote beachten, die selbsterklärend angebracht sind.

Der Startplatz liegt dann nochmal 50m den Berg hinauf. Eine langegezogene Wiese, die durch die Strasse begrenzt wird. Der Start liegt in einem Chamoux StartplatzTal, welches links vom Start zu Ende geht. Man fliegt also Richtung Isere Tal. Da der Wind aus Nord bis Nordwest in dieses kleine Tal strömt, ist speziell auf das Lee am Talausgang zu achten. Steht der Wind gut an, kann man aus dem Tal heraus fliegen und an der Bergkette des Isere Tals soaren. Klappte leider bei mit nicht, da der Wind langsam nach lies. Hätte also im kleinen Tal Höhe machen müssen und hätte dann über dem Grat fliegen können, wie einige andere. Landeflächen gibt es genug. Nur mit dem Weg zum Startplatz hatte ich so meine Probleme. Ein Drenagegraben wurde dann meinem Packsack zum Verhängnis, als ich ihn rüberwerfen wollte. Er rollte in den Graben und wurde klatschnass. Zum Glück war ich schnell dabei und konnte schlimmeres verhindern. Sonnenbrand hab ich mir auch noch geholt, trotz das die Sonne schon fast unterging. Abends dann wieder weinselige Gespräche über Buddah und den Sinn des Lebens im Zelt :) Diesmal ging ich aber zeitiger als den Tag davor ins Bett. Brachte aber auch nicht viel, konnte kein Auge zumachen.

Donnerstag morgen nach dem aufstehen schaue ich am See den beiden Fluglehrern zu, wie sie das Sicherheitstraining der "Flugschüler" filmen und per Funk Anweisungen geben. Mit dem Fernglas ist es ganz gut zu beobachten. Franz quält inzwischen die Muskeln und radelt in der Gegen herum. Der Startplatz ist immer wieder von Wolken verdeckt, aber wenn wieder etwas Sicht ist, starten die Teilnehmer raus. Gegen Mittag fahren wir dann auch hinauf und treffen die beiden Mädels aus Moskau wieder. Die hatte ich gestern kennengelernt, als ich den Berg rauftrampen musste, um das Auto zu holen.

Wir haben oben recht gute Bedingungen, allerdins dauert der Flug nicht lange. Am Nachmittag dann fahren wir zum Planfait. Nach einiger Sucherei finden wir auch den Startplatz. Man muss an der Strasse zum Col de la Forclaz der Ausschilderung Laforet de la Adventure folgen. Kurz vor dem Startplatz befindet sich nämlich ein Abenteuer "Spielplatz" für Erwachsene. Am Startplatz sehen wir dann ein paar Acro Piloten umherfliegen. Sie fliegen lauter verrückte Sachen, wie Dual Spirale, fliegen im Nebel Heli oder SAT (negativer Hubschrauber ????). Dann landen sie top (also auf dem Startplatz) ein, ruhen sich etwas aus und sind auch schon wieder in der Luft. Wie wir erfahren ist unter den Piloten auch einer von der franz. Nationalmanschaft und einer der beiden Rodriguez Brüder.

Mein Gleitschirm fährt leider im Bus der Flugschule spazieren, also geht nur Franz raus und soart einige Zeit vorm Hang und beobachtet die Acro Piloten. Ich schaue mir das ganze dann noch einige Zeit von unten an, dann gehts wieder heim. Wir wollen heut mal essen gehen und landen in einem netten Laden, auf der westlichen Seeseite. Aber schon zwei Cappuchino kosten zusammen 4 Euro, da fahren wir lieber wieder. Wir finden schliesslich ein Hotel in der Nähe von Doussard, in dem es leckeres Essen zu einem normalen Preis gibt. Allerdings kommen wir uns wie auf einer Butterfahrt vor: im Speiseaal sind wir beide mit Abstand die jüngsten. Als dann noch eine ältere Frau anfängt, franz. Chansons zu Akkordeon Musik zu singen, wissen wir, das wir in einem etwas anderen Hotel sind :) Aber egal, das Essen war gut. Abends dann noch beisammensein im Zelt der Flugschule und mal gegen 0 Uhr ab in die Falle.

Freitag. Das Wetter ist fast schon super am morgen. Nur vereinzelt wehen noch einige Wolkenfetzen in Richtung Startplatz. Wir fahren gegen 11 Uhr hinauf und warten bis ca. 13 Uhr, bevor es raus geht. Endlich fliegen und vor allem halten können am Berg. Ich werde immer mutiger und fliege recht dicht an den Grat hinter dem Startplatz heran, bis es mit knapp 4m/s aufwärts geht. Ich kann über den hinteren Grat schauen und sehe einen Wolken verhangenen Berg. Ist das der Mont Blanc ?

Ich halte mich dann einige Zeit über dem Restaurant unterhalb des Startplatzes auf, lasse mich immer wieder hinauf tragen, überfliege auch mal das einzelne Haus auf dem Berg, vor dem eine amerikanische Flagge weht. Wahrscheinlich eine Art Gästehaus. Dann gehts wieder zurück zum Startplatz und dort finde ich eine Stelle, an der es mich wiedermal mit knapp 4m/s hinaufträgt. Weiter im Norden fliegen unter den Wolken sehe ich Franz und folge ihm. Bischen Strecke machen ist vieleicht garnicht verkehrt. Ich hab allerdings kein steigen mehr, sondern langsames, aber kontinuierliches sinken, je weiter ich den Grat entlang fliege. Wahrscheinlich bin ich schon zu weit von der Kante entfernt und komme in den Abwind. Also drehe ich um und fliege Richtung Startplatz.

Rechts hinter dem Startplatz dann erwischt es mich. Erst geht es mit knappen 4,5m/s hinauf, ich freue mich schon, dann plötzlich raschelt es über mir. Eine Seite des Schirms ist eingeklappt. Nunja, ich hab einen einser Schirm, ist nicht weiter tragisch, die Hälfte kommt auch schon wieder raus. Aber kaum ist sie draussen, da klappt die andere Seite ein und plötzlich fängt der Schirm an zu drehen. Ich gehe in eine Spirale abwärts und schaue in den Schirm vor mir. Das alles passiert so schnell, das ich nicht mehr genau sagen kann, wie es nun genau abgelaufen ist.

Kurz darauf klebe ich wie ein Koalabärchen am Baum. Ich bin von oben in die Bäume spiralt, der Schirm ist mit einem Ohr an einer Tanne hängen geblieben und ich spirale um den Baum herum auf einen anderen zu. Die Beine voran und das Gesicht mit einem Arm verdeckt, damit ich keine Äste abbekomme, rausche ich durch den Baumwipfel und kriege den Stamm zu fassen. Ich klammere mich fest und warte was passiert. Eine lautes Danke und ein Fluchen gleich darauf, weil ich im Baum hänge. Aber die Dankbarkeit überwiegt. Ich bin kein gläubiger Mensch, aber ich denke mal, mein Schutzengel hatte wiedermal alle Hände voll zu tun. Vielen Dank, falls Du das hier liest :-) Nachdem alles ruhig bleibt, suche ich mir eine sichere Sitzposition auf einem Ast und überlege, was ich nun machen soll. Ich erkläre mir den Unfall damit, das ich zu tief am Grat geflogen bin. Als ich das erste mal in dieser Ecke flog, kam ich mit wesentlich mehr Höhe an und kam so in den Aufwind. Das zweite mal war ich so tief, das ich in den Abwindbereich kam (siehe Grafik).

Nach einigen Minuten kommt ein Franzose und ruft nach mir. Leider spricht er nur französisch und ich nur englisch oder deutsch. Er fragt ob alles okay ist und geht dann wieder. Denke mal, er ist telefonieren gegangen. kam es so zum Absturz ? Dann kommen zwei deutsche, Ralf und Jochen aus Duisburg und fragen mich aus. Ich erzähle kurz, was passiert ist und sie sagen, sie hätten mich vom Startplatz aus gesehen. Ich hole dann mein Handy aus der Seitentasche meines Gurtzeugs und rufe die 112. Am morgen noch hatte ich das Handy vom Packsack in die Seitentasche des Gurtzeugs gesteckt. Zufall? :-) Endlich meldet sich jemand unter der 112, aber er versteht mich nicht. Dann ruft er einen Kollegen ans Telefon und wir reden englisch. Er sagt, das der Hubschrauber schon unterwegs ist. Dieser kommt dann 20 Minuten später, bleibt eine Weile über mir und schaut, wo ich hänge und fliegt dann wieder weg. Weitere 20 Minuten später (sind nur ungefähre Zeitangaben) kommt er zurück und landet vor dem Wald. Etwas später kommen zwei Männer von der Feuerwehr. Der eine kommt schliesslich mit seinen Steigeisen den Baum hinauf. Er hakt ein Seil in die Karabiner meines Gurtzeugs, klinkt meinen Schirm aus und seilt mich im Gurtzeug ab.

Das ganze kostet nichts, übersetzt uns ein Franzose, der inzwischen dazu gekommen ist und gut Deutsch spricht. Ist ein normaler Feuerwehreinsatz, meint er. Er übersetzt auch, das es im Ort zwei Jungs geben soll, die für einen kleinen Obulus den Leuten die Schirme aus den Bäumen holen sollen. Am Landeplatz des Planfait bei RipAir soll man die Telefonnummer bekommen. Die beiden Jungs sind Waldarbeiter und nennen sich Marsupilacime, was eine Anspielung auf die Comic Figuren mit den langen Schwänzen ist und soviel wie Retter bedeutet oder so. Telefonisch sind die beiden unter 0044-681713119 zu erreichen. Grüßt sie, wenn Ihr mal ihre Hilfe in Anspruch nehmen müsst.

Wir haben dann am Sa. fast 4 Stunden auf die beiden warten müssen, weil sie soviel zu tun hatten. Zuviel, wie sie meinten, als ich mich ein bissl mit ihnen unterhielt. Es war nicht ganz einfach die Stelle wiederzufinden, an der der Schirm lag. Aber nach einiger Zeit fanden wir sie. Die beiden gingen auch mit Steigeisen auf jeweils einen Baum und sammelten den Schirm ein. Wenn ich das hätte selber machen müssen, wäre mir vieleicht wirklich noch was passiert. Für knapp 100 Euro bekam ich dann meinen Schirm mit ein paar gerissenen Leinen und einem kleineren Loch zurück.

Gegen 18 Uhr schliesslich gings dann mit dem Wohnmobil Richtung Heimat. Wir beide haben uns ganzschön geärgert, das wir nicht fliegen konnten. Das Wetter war super und viele Piloten in der Luft. Einer der Acro Piloten ist auch abgestürzt am Planfait. Er kam dann nach ca. 1 Stunde mit einem Auto angefahren und wollte einen neuen Schirm haben, damit er weitermachen konnte mit seinem Training, wenn wir das so richtig mitbekommen haben. Die Jungs sind schon ganzschön verrückt. Aber wenn ich hier wohnen würde, dann wäre ich vielleicht auch jede freie Minute in der Luft.

In der Schweiz darf man auf der Autobahn nur 130 fahren. Und alle halten sich dran. Wenn mal einer schneller fuhr, war es meist ein Tourist. Die Schweizer haben ziemlich empfindliche Strafen für Raserei, wie ich hörte. Aber das 130 fahren war ganz angenehm, wenn auch etwas langsam für unseren 800km Trip. Franz musste ja nur bis Augsburg, aber ich dann nochmal 250km weiter bis nach Rodgau. Da sich fast alle an die 130 hielten und keine Schleicher mit 80 auf der Piste waren, war es ein wirklich angenehmes fahren. Könnte ich mich glatt dran gewöhnen. Aber wozu dann ein Auto kaufen, was 240kmh fahren kann? Dann doch lieber einen PS starken Diesel, der seine Kraft im unteren Drehzahlbereich hat, um schnell zu beschleunigen.

Gegen 3 Uhr kommen wir dann in Augsburg an. Wir laden kurz um und ich düse weiter. Eine Stunde später fallen mir dann aber die Augen zu und ich mache auf einem Autohof vor Würzburg eine Stunde lang ein kleines Nickerchen. Gegen halb sieben hab ichs dann auch geschafft und freue mich auf mein Bett. Schade, das die Woche schon wieder rum ist. Auf alle Fälle war ich nicht das letzte mal dort unten. Zumal es dort noch einige Fluggebiete in der Gegend gibt. Und die wollen noch getestet werden.

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