Letzte Änderungen: 20.02.2014   · parastep · oest. · Sonderpilot 2000-06 ·
Auf dem Weg zum Sonderpiloten
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Blick von Grän ins Tannheimer Tal Nachdem ich im Sommer 1999 meinen Grundschein in Tannheim gemacht habe, ist es Ende Juni 2000 endlich soweit: ich fahre wieder nach Österreich, um meinen Sonderpiloten Kurs zu machen, kurz SoPi. Natürlich wieder bei der Flugschule meines Vertrauens im Tannheimer Tal. Das Wetter am Montag war ziemlich durchwachsen. Ich mache mir Sorgen, das das ganze wiedermal ins Wasser fällt, aber Marcus und Franz meinten, es wird in dieser Woche nochmal schönes Wetter. Naja, hoffen wir mal das beste. Auf alle Fälle könnte ich dann schon meine Theorie schaffen. Um 9 Uhr treffen wir uns vorm Hotel Schwarzer Adler. Und da es nichts mit fliegen wird, fangen wir erstmal mit der Theorie an. Da ich schon um vier Uhr morgens in Frankfurt losgefahren bin, werde ich dann gegen Mittag doch etwas müde und muss bei der ganzen Wetter Theorie kämpfen, nicht einzuschlafen. Aber es war auch sehr interessant, da man einiges interessantes über die Wetterentstehung erfährt.

ab in die Lüfte Günther, einer der drei Teilnehmer am Sopi Kurs stellte immer wieder unterhaltsame Fragen und manchmal dachte ich, er ist nur zu unserer Unterhaltung dabei (Sorry Günther :) Am Nachmittag dann immer noch Suppe am Himmel, also weiter Theorie. Die Theorie ist meiner Meinung nach recht schwierig, manchmal sogar hart an der Grenze zur Unverständlichkeit, da versucht wird, Wissen zu einem Gebiet zu vermitteln, zu dem einem die Grundlagen fehlen. Im nach hinein lichten sich aber verschieden Dinge und machen Sinn. Vieles vergisst man leider aber auch, wenn man sich nicht mehr damit beschäftigt. Aber wozu hat man denn die Schulungsunterlagen (und das Internet :) Abends dann schleife ich meine beiden Mitstreiter nach Klein Meran auf die Jause. Günter erzählt uns etwas aus seinem Fliegerleben und es wird ein unterhaltsamer Abend.

Leinen sortieren Wir wissen nun, was der schlafende Fuchs und der dreckige Handschuh ist und was für Leute sonst noch in seinem Dorf wohnen und was dort so abgeht. Und da sag mal einer, in Grossstädten tobt das Leben. Am Di. dann Wetterbesserung. Früh morgens hängen noch Wolken im Tal, die sich dann aber bis zum Vormittag verzogen haben. Es heisst nun rauf auf den Berg und die Zeit nutzen, denn man braucht 40 bestätigte Flüge für die Sopi Prüfung. Mein erster Flug seit einem Jahr. Ich hab doch schon etwas bammel, als ich fertig oben auf dem Berg stehe und ins Tal schaue. Zum Glück ist heute nichts los hier oben, man kann also in aller Ruhe die Starts abbrechen, falls es Probleme gibt, keiner der einen unter Druck setzt. Am Wochenende sieht es da schon anders aus, hab ich mir sagen lassen. Da stehen dann hier ob die Leute in dreier Reihen und warten.

rückwärts aufziehen Nach einem Fehlstart (zu wenig gelaufen, der Schirm kommt nicht richtig hoch) gehts dann in die Lüfte. Wow, es ist immer wieder ein Mords Gefühl, wenn man den Boden unter den Füssen verliert und man nur noch durch ein paar Leinen in der Luft gehalten wird. Ich komme ganz gut raus und drehe gleich Richtung Landeplatz. Über Funk geleiten Franz und Marcus mich zum Landeplatz. Thermik ist da, aber wir können ja noch keine Abstiegsmanöver, daher erstmal nur ein Orientierungsflug, ein bischen Kurven fliegen sowie das steuern nur mit Gewichtsverlagerung. Dann kommt recht schnell auch der Landeplatz immer näher und ich versuche eine Landung. Klappt leider nicht so ganz. Ich komme zu hoch rein und lande ausserhalb der Landefläche. Der Flug wird kurz ausgewertet, die missglückte Landung besprochen und dann gehts schon wieder auf den Berg hinauf. Ich fliege hier in der Schulung übrigens einen Perche Saga L. Auf dem Berg dann tippt mir jemand auf die Schulter. Ein Freundin ist noch gekommen. Sie war im Stubai und wollte nun aus verschiedenen Gründen gerne mal wieder am Neunerköpfle fliegen :)

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