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Flugsafari April 2001 nach Nova Gorica

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  • 21.April 2oo1, endlich ist es soweit, ich kann in den Urlaub fahren. Da ich nicht rechtzeitig nach Tannheim komme (und auch ein bischen aus Bequemlichkeit :) beschliesse ich, mit eigenem Auto nach Slowenien zu fahren. Es ist Samstag und die Autobahn ist fast leer, ideal für eine lange Strecke. Wenn da nur nicht die Müdigkeit wäre. Auf der A8 Salzburg-München hängen die Wolken bis fast auf die Strasse. Was wird mich wohl da unten erwarten. Die Satelliten Bilder sahen eigentlich nicht besonderst gut aus. Ich habe vorsichtshalber ein dickes Buch und ein Kartenspiel eingepackt. Wer weiss, wie lange wir im Regen ausharren müssen.

    Am Tag zuvor habe ich mir noch den Kopf zerbrochen, ob ich mir in Salzburg an der Grenze beim ADAC Schneeketten leihe. Aber im Internet fand ich am Morgen keine Meldungen, das diese für die Autobahn erforderlich wären, und im Radio kam auch nix, also schien zumindest der Weg in den Süden per Autobahn frei zu sein. Es regnete nur, ab und an fiel auch etwas Schnee. Alles in allem aber gute Piste. Konnte mit normalen 120Kmh durchfahren. Tempomat wäre hier nicht schlecht gewesen, die Autobahn war wie gesagt fast leer.

    Kurz vor Österreich dann nochmal Geld und eine 9 Tages Plakette (10DM) für Österreich geholt und weiter gings. Dann am Katschbergpass 20 DM Maut und schliesslich in Italien nochmal ca. 13 DM Maut bis nach Goriza. Unterwegs mach ich immer häufiger Pause, da die Müdigkeit eine Zeit lang stärker wird. Kurz vor Italien halte ich in einer Raststätte, glaube Dreiländereck hieß sie. War sehr schön der Laden. Man konnte sein Essen selbst aus frisch zubereiteten Sachen zusammenstellen und hatte dabei reichlich Auswahl. Auch sonst war dort alles sehr angenehm. Kann diese Raststätte nur empfehlen.

    In Italien dann starker Regen, während man von einem Tunnel in den nächsten fährt. Die Aussicht war ganz fantastisch. Im Sommer oder Winter sieht das bestimmt alles nochmal so schön aus. Die Strecke kannte ich ja noch, da ich 1995 mit dem Motorrad von meinem 4 Wochen Griechenlandtrip dort entlang zurück gefahren bin. Auch bei strömendem Regen :( Scheint hier normal zu sein, wenn ich komme :) Dann fährt man in die Ebene und lässt die Berge schlagartig hinter sich. Auch das ist ein grandioser Anblick, wenn das Wetter passt.

    In Goriza auf italienischer Seite angekommen warte ich auf die Tannheimer. Aber keiner lässt sich blicken. Nach einer Stunde schliesslich rufe ich Marcus auf dem Handy an. Er meint, er ist schon vor Ort und sie warten auf den Rest der Leute. Ich irre dann eine Weile durch Gorica und teste an zwei Grenzübergängen, ob mein Pass noch gültig ist. Aber die wollen mich nicht rüber lassen. Wie ein freundlicher Italiener mir dann übersetzt, war der Grenzübergang, vor dem ich stand nur für die Einheimischen. Nach einigem suchen dann fand ich den großen Übergang. Ist eigentlich nicht zu verfehlen. Er war einfach zu groß für mich :) Sieht von der Strasse eher aus wie ein LKW Parkplatz. Aber dahinter gehts dann nach Slowenien.

    Der Grenzer will, das ich den Kofferraum aufmache. Als er meinen Packsack und die Tasche sieht, fragt er, wo ich hin will. Ich sage nur Paragliden und er lächelt und lässt mich weiterfahren. Ich fahre laut den Anweisungen von Marcus durch den Ort durch und finde dann einen Wegweiser Richtung Lokve. Die Strasse geht in Serpentinen den Berg hinauf. Ab und an kommen mir ein paar LKWs und PKWs bedrohlich nah auf meiner Spur entgegen. Die Strasse ist nur so breit, das grade mal zwei Fahrzeuge an ein ander vorbei kommen. Und die Leute hier fahren wie die Henker. Möcht nicht wissen, wieviel Autos hier schon den Berg runtergefallen sind. Die abgebrochnen Steine am Strassenrand sprechen eine deutliche Sprache.

    Gegen 20 Uhr dann treffe ich endlich in Lokve ein. Das Hotel sieht von der Strassenseite ein wenig verfallen aus, aber hinten dran ist alles neu gemacht. Dürfte mal ein schönes Haus werden, wenn alles fertig ist. Marcus von der Fluschule, Josh und Jörg sitzen schon am Kamin und trinken Pivo. Etwas später dann trifft das Hamburger Pärchen, Sibylle und Rainer mit der kleinen Lea ein und etwas später der Horst aus Wetzlar. Nun sind wir komplett. Dann fährt der Chefkoch und Hausherr das Abendmenue auf. Wir alle geben unser bestes, aber es ist einfach zuviel. Das Problem hat man leider immer wieder im Süden, das hier nicht nur viel, sondern reichlich gegessen wird. Das muss der Magen sich erstmal dehnen, damit das die Woche klappt. Aber vieleicht haben wir auch schon zuviel Pivo (Bier) getrunken.

    In der oberen Etage vor den Zimmern ist noch eine Sitzecke mit einem Fernseher und SAT Anschluss. Kann man also ab und an mal bischen heimatliche Nachrichten schauen. Und vor allem den Wetterbericht. Diesmal wars aber schon zu spät. Das Pivo hat einfach zu gut geschmeckt nach 10 Std. Autobahn ... Draussen schneit es inzwischen. Ich ahne schreckliches. Tagelang im Haus und dann an einem Tag im Matsch und Schnee einen kurzen Flug. Das wars für die Woche. Der Wetterbericht, den Marcus per SMS holt, sagt aber was anderes. Naja, schaumer ma :)

    Ich schlafe nicht besonders, aber das ist meist so in der ersten Nacht bei mir. Bin am nächsten morgen dann etwas geplättet, als uns die Sonne weckt. Der Schnee der vergangnen Nacht ist abgetaut, blauer Himmel und ein paar Wolken, Optimal, wie Marcus meint. Nach einem ausgiebigen Frühstück ohne echten Kaffee (bis zum letzten Tag habe ich es nicht geregelt bekommen, richtigen Kaffee zu bekommen), gings dann erstmal zum Landeplatz. Marcus gab uns eine Geländeeinweisung und dann gings wieder hinauf. Mit dem VW Transporter etwa eine 20 minütige Fahrt über eine bergige Abkürzung ca. 1km hinter dem Landeplatz.

    Irgendwo sollte es angeblich noch eine Abkürzung geben, aber die haben wir nicht gefunden. Oben angekommen schauen wir erstmal was der Wind macht. Und der macht ganzschön Wind, also warten wir einige Zeit. Ich mache mal den Dummy. Der Wind steht noch ganz gut an und ich stürze mich ins Tal nach ein paar Tipps von Jörg und Josch. Die beiden waren schon im letzten Jahr mit auf Safari. Der Start klappt und ich drehe nach links und versuche am Hang zu bleiben. Das ganze kommt mir aber sehr suspekt vor, da der Hang sehr steil ist und mit Bäumen bewachsen. Wenn ich hier runter gehe, dann habe ich einen langen Heimweg, vorausgesetzt ich kann noch gehen. Ich bleibe also in respektvoller Entfernung vom Hang. Ab und an piepst der Vario mal, es geht etwas hinauf, im grossen und ganzen aber eher runter. Nach ca. 15 Minuten ist dann mein erster Flug auch schon zu Ende.


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